Die Bräuche und Figuren der Erzgebirger gründen sich aus ihrem kargen Leben und der tiefen Frömmigkeit der Menschen heraus. In ihren Liedern und Gedichten bringen sie Sehnsüchte nach Frieden und Geborgenheit zum Ausdruck. So singt man in dem Lied von Anton Günther: "wie glanzen hall de Lichtle verstuhln aus geden Fansterle raus, denn's zieht durch geden Hüttel 'sBornkinnel ei un aus."

Zur Geschichte des Bornkinnels

Das Bornkinnel!

In den Kirchen schaute man betend auf ein nacktes Kind. Wie sollte es in eisigen und stürmischen Zeiten von Haus zu Haus kommen? Man kleidete es kurzer Hand in einen wärmenden Pelzmantel.Vielen Kindern im Gebirge hat das Bornkinnel, oder auch Christkind genannt, die Gaben zu Weihnachten in der Christnacht unter den Weihnachtsbaum gelegt. Die Bergleute verehrten das Licht. Während der Wintermonate sahen sie nur den sternenübersäten Nachthimmel. "Dr' Himmel is e Lichterbung, de hallsten Starn sei aufgezung, Weihnacht'n im Gebirg." So erhielt das Bornkinnel einen Lichterbogen in beide Hände und erleuchtet neben Schwibbogen, Engel und Bergmann die erzgebirgischen Weihnachtsstuben.

 

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